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Oldenburger Uni-Parties vor dem Aus? PDF Drucken

Kommerzieller Veranstalter hat sich durchgesetzt.

Neue Auflagen der Hochschulverwaltung.

In vielen Hochschulstandorten ist mittlerweile die Partylaune der Studierenden gründlich abhanden gekommen. Master, Bachelor und Nebenjobs lassen einfach keine Zeit mehr für Feten mit den geliebten Kommilitonen. Auch fehlt es allerorten an bereitwilligen Partyausrichtern unter den Studierenden. Der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) fühlt sich meist dafür nicht verantwortlich und ein großer Anteil der gewählten Oldenburger Uni-AStA-Referent/innen scheint wohl angesichts ihrer fortschreitenden Lebensjahre ohnehin nicht mehr im besten „Partyalter“ zu sein. Auch den Fachschaften fehlt es an genügend Personal für Organisation, Aufbau, Ausschank und dem mühevolle Aufräumen nach einer durchzechten Nacht, bei der man ja selber nur die Bierflaschen öffnen durfte.

Jetzt hat es wohl auch die studentische Partylandschaft in Oldenburg so richtig getroffen. Nachdem sich jahrelang die Fachschaften und der Hochschulsport um die Ausrichtung der Parties an der Carl von Ossietzky Universität verdient gemacht haben, scheinen auch diese ehrenwerten Fetenorganisationsfreiwilligen darauf keine Lust mehr zu haben. Wollen diese jetzt endlich einmal selber mitfeiern oder was ist der Grund für den plötzlichen Lustabfall? Von engagierten Studierenden aus den Fachschaften ist zu hören, dass sich mit Uni-Parties heute kein Geld mehr verdienen lässt und mithelfen wollen wohl ohnehin nur noch die wenigsten. Draufzahlen - wie es wohl auch schon häufiger bei vergangenen Uni-Feten vorkam - das wollen und dürfen Fachschaften ohnehin nicht. Andere erklären die Krise der Uni-Parties in Oldenburg mit den hohen Sicherheitsauflagen durch die Universitätsverwaltung. Wo sich vor einigen Jahren häufig mehr als 3.000 Gäste im Mensafoyer zu legendären Uni-Parties einfanden, dürfen heute - durch die Ergebnisse einer von der Hochschulverwaltung in Auftrag gegebenen Luftuntersuchung im Mensafoyer - nur noch ca. 600 Gäste (bei Raucherlaubnis) oder ca. 800 Gäste (mit Rauchverbot) auf eine tolle Party hoffen. Vorausgesetzt man gehört zu den etwa 2.000 Erstsemestern, die einen Gutschein für diese Party in ihrem Uni-Begrüßungsscheckheft gefunden haben. Für die Erstsemesterparty „Here we are!“ am 20. Oktober 2010 hat sich die Veranstaltungsagentur „Mitunskannman.reden“ als „Freiwilliger“ gefunden. Ein finanzieller Erfolg wird dennoch erhofft. In drei Partyzonen samt Raucherlounge (in einer Nichtraucher-Universität!) können sich die eingelassenen 600 VIP-Gäste zu konsumfreudiger Partylaune aufgefordert fühlen, denn sonst stehen die Parties bald wirklich vor dem Aus!

 

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