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Die „jungenkunstfreunde Köln“ im Portrait
Wer sich an der Universität zu Köln für Kunst interessiert, kommt inzwischen an dem Verein „jungekunstfreunde Köln“ nicht vorbei. Hervorgegangen ist der Verein aus einem Ende 2002 ins Leben gerufenen Kooperationsprojekt des Museums Ludwig und des Wallraf-Richartz-Museums mit der Universität zu Köln, das der Frage nachging, warum junge Menschen und insbesondere Studierende nicht mehr ins Museum gehen.
„Es ging darum, für Studierende die richtige Ansprache zu finden, um bei Ihnen das Interesse an Kunst zu wecken“, erläutert Katharina Kaufmann, die sich bei den kunstfreunden engagiert. Dominik Schmitt, ebenfalls bei den „jungenkunstfreunden“ aktiv, ergänzt: „In dem Projekt wurde versucht, einen anderen Blick auf Kunst zu vermitteln und kunstinteressierte Lehrende zu gewinnen, um auf diesem Wege neue Zugänge für Studierende zur Kunst zu erreichen.“ Dabei steht nicht nur die Malerei im Mittelpunkt, sondern auch Kunstarten wie Fotografie oder Design haben ihren Platz. 2004 gründeten sich dann aus dem Kooperationsprojekt heraus die „jungenkunstfreunde“, die seit diesem Zeitpunkt ein regelmäßiges Semesterprogramm anbieten. Neben den „jungenkunstfreunden“ hat sich 2005 noch das Format „start-Kunst für junge Berufstätige“ etabliert. Dazu gehören unter anderem die zwei Veranstaltungsreihen „Kunst trifft Uni“ und „Kulturspur“ . In der Reihe „Kunst trifft Uni“ stellen Professoren und Dozenten ungewöhnliche Zugänge zur Kunst vor, die direkt an den Werken diskutiert werden können. „So kann man seine oder auch fremde Profs von einer ganz anderen Seite kennenlernen, zum Beispiel wenn sich ein Mathematikprof für Monet begeistert“, meint Kaufmann. „Kunst trifft Uni“ findet in vierzehntägigem Abstand an jedem Samstag im Semester statt. Bei der „Kulturspur“ ist die Begehung verschiedener Stadtquartiere vorgesehen. „Hier geht es um die Entdeckung lokaler Kunstorte und Hotspots wie das junge Design im ‚Belgischen Viertel’“, erklärt Dominik Schmitt. Außer den Veranstaltungsreihen bekommen junge Leute regelmäßig Gelegenheit, die großen Kölner Museen in Führungen kennenzulernen, und es werden auch schon mal Künstler in ihren Ateliers besucht. Sammler zeigen den „jungenkunstfreunden“ ihre Bilder und auch der Besuch von Galerien steht auf dem Programm der „jungenkunstfreunde“. Einmal im Jahr wird dann von den „jungenkunstfreunden“ die Kunstnacht mit einer Party organisiert. Inzwischen hat der Verein rund 600 Mitglieder - Tendenz steigend. Es sind Studierende aus allen Fachrichtungen vertreten, von Jura über Kultur- und Geisteswissenschaften bis Architektur. Eine Mitgliedschaft hat zahlreiche Vorteile, wie der kostenlose Besuch der Museen Ludwig und Wallraf-Richartz. Der Mitgliedsbeitrag beträgt für „junge Freunde“ unter 28 Jahren 20 Euro für „Freunde“ über 28 Jahren 50 Euro im Jahr. Katharina Kaufmann und Dominik Schmitt würden sich allerdings wünschen, dass sich noch mehr Mitglieder bei den „kunstfreunden“ aktiv engagieren, bisher sind es 20 bis 30 Aktive.
TEXT: Gerrit Krull ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) |





