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Wie kommt das Fleisch auf den Teller
Der Durchschnitts-Deutsche ist jeden Tag mindestens drei Mahlzeiten, davon mindestens eine warme. Der Durchschnitts-Student kommt nach der Uni nach Hause und stellt fest: leerer Kühlschrank. Mist. Das Hungergefühl nagt schon gefährlich an der Substanz, und es muss schnell was zu Futtern her. Also schnell noch mal zum Supermarkt an der Ecke und eingekauft. Durchschnittlich ein Mal pro Woche wandert da bei so einem Nicht-Vegetarier ein Stück Fleisch in den Einkaufswagen. Luftdicht verpackt in einer Plastikschale. Doch das sah doch nicht immer so aus, oder? Woher kommt denn eigentlich das Fleisch, was wir im Supermarkt kaufen?
Um dem auf den Grund zu gehen, müssen wir ganz von vorne anfangen. Und am Anfang steht heute das Rind.
Bei uns in Deutschland werden rund 12,7 Millionen Rinder gehalten. Dabei liegt der „Pro-Kopf-Verbrauch“ von Rindfleisch bei etwa 12,4 Kilogramm – Rindfleisch ist also neben Schwein und Geflügel eine der beliebtesten Fleischsorten in Deutschland und nach der BSE-Krise im Jahr 1998 wieder auf dem Vormarsch.
Den größeren Anteil der Rinder haltenden Betriebe – etwa 75% – machen dabei die Milchviehbetriebe aus, die restlichen 25% entfallen auf die so genannten Fleischerzeugungsbetriebe. „
Fleischerzeugung - ein ziemlich neutrales Wort. Was muss denn eigentlich passieren im Leben eines Rindes, damit es ein Teil wird in dieser „Fleischerzeugungskette“?
Zunächst einmal wird es geboren.
In Milchviehbetrieben werden die weiblichen Tiere in der Regel behalten und aufgezogen, bis sie selber einmal Kälber bekommen und Milch geben können. Die Bullenkälber allerdings sind von vornherein für die Mast bestimmt.
Neben den Bullen, die die Milchwirtschaft hervorbringt, gibt es natürlich auch noch Rinderrassen, die speziell für die Fleischerzeugung gezüchtet werden. Die Züchter achten bei der Auswahl der Tiere besonders auf den Fleischansatz und die täglichen Zunahmen. Auch das Verhältnis von Fett zu Fleisch kann genetisch berücksichtigt werden.
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